Tag des offenen Denkmals am 12. September 1999
Kurzwellensendeanlage Nauen


Die Deutsche Telekom und die Deutsche Welle hatten gerufen und viele kamen.
Diejenigen, die wegen der Enfernung oder aus anderen Gründen nicht dabei sein konnten,
haben hier die Möglichkeit, einen kleinen Rundgang zu unternehmen und sich einige Bilder anzuschauen.

Die Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit
und für gemachte Angaben wird keinerlei Haftung übernommen.

Vergrößern durch Klicken auf die Bilder.
Viel Vergnügen.


Die vier Drehstandantennen der Kurzwellensendeanlage Nauen sind weithin sichtbar.

Die 4 Drehstandantennen sind weithin sichtbar


Markant ist das Sendergebäude, der sogenannte Muthesius Bau,
benannt nach seinem Bauherren, Hermann Muthesius (1861-1927).
Dieses Gemälde im Eingangsbereich zeigt das 1920 von Reichspräsident Ebert eingeweihte Gebäude.

Das Sendergebäude anno 1920



Äußerlich hat sich das denkmalgeschützte Gebäude bis  heute wenig verändert.

  Das Sendegebäude 79 Jahre später



Im Gebäude angekommen stellt man fest, daß er nur noch wenige technische Zeitzeugen gibt.
Einst befanden sich viele Sender in diesem großen Gebäude, heute nur der Informationsstand der Deutschen Welle und einige technische Ausstellungsstücke.

  Die alte Senderhalle



Ein von RFT gefertigter "KW - Nachrichtensender KN 3",
Baujahr 1954, Leistung  5 kW, wurde vor dem Verschrotten gerettet.

"KW-Nachrichtensender KN 3"


Mittels dieses handbetätigten Antennenwahlschalters war es möglich,
die Sender mit verschiedenen Antennen zu verbinden.

Handbetätigter Antennenwahlschalter


Viele Kurzellenfreunde schalten zwischen Langdrahtantenne und Antennenableitung einen Balun.
Dieser hier ist in einem Kabelendverschluß untergebracht und wegen der zu übertragenden Leistung
auch wesentlich größer als die Baluns für den Hausgebrauch.
Ein Hinweis erklärt den Begriff Balun:  Balanced : Unbalanced.

Kommerzieller Balun


Vor die eigentliche Senderöhre eines Kurzwellensenders wird eine Treiberröhre geschaltet.
Das Bild zeigt zwei von ABB hergestellte Treiberröhren aus der jüngeren Vergangenheit.

Sendertreiberröhre von ABB


Von der Vergangenheit in die Gegenwart.
Mitarbeiter der Deutschen Welle informieren über den Auslandsdienst der Bundesrepublik Deutschland.

DW Informationsstand


In diesem Kontrollraum werden die Sender und die Antennen bedient,
sowie die Satellitenzuspielungen aus aus dem Deutsche Welle Funkhaus in Köln überwacht.

Blick in den Kontrollraum



Mitarbeiter der Deutschen Telekom informieren über die neue Technik in Nauen.
Mitarbeiter der Deutschen Telekom antworten auf Besucherfragen
 

Auf dieser Weltkarte wird dem Diensthabenden die Abstrahlrichtung der 4 Sendeantennen grafisch dargestellt.

Grafische Darstellung der augeblicklich eingestellten Senderichtungen


Um das Sendegebäude herum sind vier Drehstandantennen von Thomcast, Mannheim angeordnet.
Die Kurzwellensender aus dem Hause Telefunken Sendertechnik, Berlin befinden sich
im Fundament der Antenne, hier zum Teil aus dem Boden ragend.

Eine der 4 Drehstandantennen


Die vier Drehstandantennen sind innerhalb weniger Sekunden um 360° drehbar.
Bei der Auswahl der jeweiligen Senderichtung wird darauf geachtet,dass sich die Antennen nicht gegenseitig beeinträchtigen.

  Zwei der vier Drehstandantennen



In Nauen wurde schon früh Grundlagenforschung auf dem Gebiet
dreh- und schwenkbarer Kurzwellensendeantennen betrieben.
Diese in den Jahren 1959 - 1961 entwickelte und in den Jahren 1962 - 1964 errichtete Antenne
wurde von Radio Berlin International und später von der Deutschen Welle genutzt.
Diese Antenne ist immer noch einsatzbereit, jedoch ist der Sender seit Oktober 1998 stillgelegt.
Dreh- und schwenkbare  Antenne von RBI
 
 

Dreh- und schwenkbare  Antenne von RBI


 
Letzte Aktualisierung: 29. Maerz 2009